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Twitterprojekt
Von Michael Mayer | 6.August 2008
Es ist zwar ein rein privates, nicht kommerzielles Projekt (abgesehen von evtl. drei Dollar Einnahmen aus der Googlewerbung), aber wir haben es auf unseren Server gepackt und zielen damit natürlich insgesamt auf Erkenntnis- und Erfahrungsgewinn im Umgang mit Microbloggingsystemen, in diesem Zusammenhang speziell mit Twitter.
Die Site www.twitterstrand.de hat ganz klar Unterhaltungscharakter und ist somit in keinem Segment angesiedelt, welches von Anfang an mit besonders speziellen oder kritischen Bedingungen ausgestattet ist, z.B. im Vergleich zu Themen wie Recht, Medizin o.Ä.
Aus der sog. Public Timeline sollen nun mittels verschiedener Ansätze und Werkzeuge Kurznachrichten, sogenannte Tweets, geborgen werden, um sie nochmals auf einem anderen Medium (Blog) darzustellen.
Die Seite soll dabei mehreren Aspekten gerecht werden:
- Kurznachrichten, die nicht von irgendeinem Teilnehmer als Favorit gekennzeichnet sind, verschwinden bislang nach einiger Zeit im Datennirvana. Genauer gesagt dann, sobald der Verfasser 200 weitere, neuere Kurznachrichten veröffentlicht hat. Durch Publikation auf einem anderen Medium bleibt die Botschaft dort erhalten und zusätzlich im System, weil wir jede zitierte Nachricht als Favorit kennzeichnen.
- Bei dieser riesigen Datenmenge ist es natürlich unmöglich, selbst im deutschsprachigen Raum, eine Überblick zu behalten. Daher bedienen wir uns der wachsenden Zahl von Suchmaschinen, die speziell auf Twitter abgestimmt sind. Dort suchen wir nach einzelnen Begriffen oder Schlagwortkombinationen, die wir auch publizieren. Die denkwürdigsten Ergebnisse werden nach den selben Maßstäben publiziert, wie sie unter 1. genannt sind.
- Wir möchten Leserschaft gewinnen und diese an monatlichen und jährlichen Votings teilhaben lassen. Dabei sollen die Leser selbst Kurznachrichten vorschlagen, die Ihnen aus diesem oder jenem Grunde als besonders “zitierungswürdig” erscheinen. Anschließend werden einfache Votings durchgeführt, die den besten Beitrag bestimmen. Die Siegertweets dieser Kategorien werden noch etwas deutlicher hervorgehoben, die Einzelheiten dazu können auf der Twitterstrandseite nachgelesen werden.
Neben dem reinen Unterhaltungscharakter können also auch kleine, ideelle Zusatzgewinne in Form von mehr Aufmerksamkeit, Links bzw. Hervorhebung durch Nennung in einer Galerie etc. ein Grund sein, die Seite zu besuchen. Bei den einzelnen Votings wird es den Teilnehmern fast völlig freigestellt sein was sie vorschlagen, die Vorgabe besteht immer nur in einem zeitlichen Rahmen (z.B. Monat August) und/oder einem speziellen Thema (z. B. Honolulu). Da Twitter die Möglichkeit bietet, seinen Account durch ein Abtrennen von der Public Timeline als privat zu deklarieren, gebietet es der Anstand, solche Kurznachrichten nicht zu zitieren.
Für uns werden folgende Punkte spannend sein zu beobachten:
- Wird die Idee grundsätzlich überhaupt an- oder wahrgenommen?
- Woher kommen die Besucher (mehr Twitterer, mehr Blogger, Menschen die beide Dienste intensiv nutzen, andere Internetnutzer)?
- Werden die Nutzer an den angebotenen Möglichkeiten überhaupt partizipieren? Wenn ja, welche Gruppen (siehe 2.) werden dann wie stark vertreten sein?
- Wie wird die klassische Kommentarfunktion des Blogs genutzt, wie entwickeln sich Links und Trackbacks vs. wie entwickelt sich die Kommunikation in dem dazugehörenden Twitteraccount (twitter.com/tw_strand) In Bezug auf Followerzahl, Direct Messages, direkte Ansprache durch “@-Replies”?
Es werden sicher viele Monate vergehen müssen, bis wir ein stabiles Zwischenfazit zu diesem Experiment präsentieren können, aber wir kommen darauf zurück.
Themen: Microblogging |
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